Bruderschaft I, § 139

Vergleichen wir die Eigenschaft gedanklicher Heldentaten mit jenen, die durch eine irdische Tat erlangt werden. Der Vergleich der Anzahl von Gedankenentschlüssen wird gegenüber der kleinen Menge vollbrachter Taten verblüffen. Gewiss stellt jeder auf das Gute gerichtete Gedanke unbestritten einen Wert dar. Es ist jedoch lehrreich zu verfolgen, wie schwer es fällt, Gedanken in die irdische Tat umzusetzen. Man kann wirklich darüber erstaunt sein, warum Gedanken der Tat so fernstehen! Sehr starke Gedanken bedürfen keiner Tat, aber außer diesen vereinzelten Denkern gibt es viele gute Gedanken, die dennoch nicht stark genug sind, um sich im Geist auszuwirken, weshalb sie jenen Punkt irdischer Tat nicht erreichen. Dieser halbe Weg ist wie immer träge. Er kann den gesunden Fortschritt des Menschen verhindern. Daher lasst uns sehr besorgt Hilfe gewähren, damit der Keim des guten Gedankens in die Tat umgesetzt wird.

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