Man muss scheinbare Widersprüche überwinden können. Einerseits muss man sich zu Herzensgüte erziehen, andererseits Strenge anstreben. Vielen erscheint diese Forderung undurchführbar; nur das Herz kann einem eingeben, wann sich diese Eigenschaften nicht widersprechen. Nur das Herz kann einem eingeben, wann es notwendig ist, seinem Nächsten zu helfen. Das Herz wird vorgeben, wann dem Wahnsinn eines wütenden Tieres Einhalt zu gebieten ist. Man kann dies nicht in einen Gesetzestext fassen. Die Gesetze des Herzens bleiben ungeschrieben, nur in ihm selbst lebt die Gerechtigkeit, denn das Herz ist die Brücke zwischen den Welten. – Wer bewertet die Selbstlosigkeit? Wer bewertet die Heldentat? Wer gibt den Maßstab der Pflicht? Auf Befehl des Herzens erscheint das entscheidende Wissen. Für das Herz kann es keine Widersprüche geben.