Agni Yoga, § 612

Der eine spielt auf zwölf Saiten, ein anderer bringt dieselbe Weise auf vier Saiten hervor, und ein dritter beschränkt sich auf zwei Saiten und bringt viel Harmonie damit zustande. Ist es nicht gleich, wie viele Saiten einer benötigt, um Harmonie zu schaffen? Das Wesentliche ist, dass sie geschaffen wird. Wundern wir uns nicht und verurteilen wir nicht Verschiedenartigkeit. Wir werden auch nicht zwei gleiche Sandkörner finden. Im Gegenteil, freuen wir uns über jede ungewöhnliche Annäherung. Die Blumen wählen sich einen passenden Boden. Auch Steine sind im Verhältnis zueinander verbunden. Ebenso wird es in den Bereichen von Teros Verbindungen verwandter Elemente geben, trotz der völligen Verschiedenheit der Oberflächen. Das durch Feuer verfeinerte Bewusstsein erkennt, wo eine verwandte Grundlage vorhanden ist und wird die Schätze nicht nach Beurteilung der Oberfläche verwerfen. Eine unzählige Vielfalt kann sich auch auf zwei Saiten offenbaren. Doch dazu muss man erkennen, wie zahlreich die Eigenschaften der Natur sind und wie diese Eigenschaften durch den Menschen Ausdruck finden. Solche Erwägungen werden als symbolisch angesehen, aber im Leben nicht beachtet. Jedoch die Lehre zu kennen und sie nicht anzuwenden, wird das Zeichen völliger Unwissenheit sein. Wer sagte, dass man über die Lehre dahin kriechen kann wie eine Fliege auf Zucker und hernach in Dünger versinkt! Auf Gebirgspfaden kann man die Pferde nicht unbesonnen wenden. Wissen führt nur vorwärts!

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