Agni Yoga, § 539

Man muss die Zustände der Nervenzentren der Kinder studieren. Es ist bekannt, dass diese Zentren sich sehr individuell und ungleich entwickeln. Man kann Kindern mit einem sehr entwickelten Zentrum begegnen, die eine kurzzeitige Handlung genauso wie Erwachsene ausführen können. Manchmal zeigen einige Zentren Kränklichkeit, zur Verwunderung der Ärzte, denn Ärzte wollen den Beweis von Nervenzentren bei einem Kind nicht wahrhaben. Hingegen kann man auf Grund dieser krankhaften Anzeichen und anderen ungewöhnlichen Erscheinungen auf das Wesen des Körpers und die Beschaffenheit des Geistes schließen. Wie viel Gutes könnten solche Beobachtungen ergeben! Wie viele Möglichkeiten könnten gesichert werden! So könnte die Aufspeicherung von psychischer Energie richtig einsetzen. Für alte Geister, die viele Wiederverkörperungen hinter sich haben, wird die Zeit nach dem siebenten Lebensjahr mühsam und jene nach dem vierzehnten Jahr besonders schwierig sein. Nach dem vierzehnten Lebensjahr ist die psychische Energie schon in Tätigkeit. Der Geist hat sich von früheren Existenzen bereits gelöst, und die Last des neuen unbekannten Pfades bedrückt. Die aufgespeicherten Werte regen sich vage; das Wesen strebt dorthin zurück, wo das Bewusstsein große Möglichkeiten hatte. Die richtige Überwachung der Nervenzentren bei Kindern ist für die Zukunft notwendig. Bisher herrschte die verächtliche Ansicht, dass der Geist einen neuen Körper nicht beherrschen könne und dies der Grund für die Unvernünftigkeiten der Kinder sei. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Zentren nicht richtig arbeiten, findet keine Ablagerung von psychischer Energie statt und der Geist besitzt keine Substanz sich zu offenbaren. Die Besorgnis um die Nervenzentren der Kinder kann als die Sorge um die künftige Rasse betrachtet werden.

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