Agni Yoga, § 535

Versuchet, nach Belieben Teile eurer eigenen Aura zu sehen. Ihr werdet finden, dass es unmöglich ist, weil außer eurem Wunsch das Gesetz der psychischen Energie geeignete Bedingungen erfordert. Solche Bedingungen ergeben sich nicht spontan, sie müssen auf dem Boden höherer Einwirkungen zustande kommen. Aber der Weg zu höheren Einwirkungen ist ebenfalls nicht leicht, da sie nur durch offene Tore Zugang finden. Jedes Abweichen vom Verkehr mit den Herden der feinsten Energien schließt die Tore. Außerdem muss man verstehen, worin die Fruchtbarkeit dieses Verkehrs besteht. Sie hängt nicht nur vom Drang zum Streben ab, sondern auch vom sorgfältigen Erwägen der umgebenden Umstände. Manchmal ist eine Übergangszeit von Schweigen der beste Akkumulator. Das Bewusstsein lässt je nach dem Grad des Gefühlswissens erkennen, welches Handeln der Notwendigkeit entspricht. Es ist besonders schwer, unter den verschiedenen Bestandteilen entwickelter Auren das satte Grün und das edle Rubinrot wahrzunehmen. Smaragd und Rubin sind Gegensätze. Jenes bedeutet Zusammenführung, diese Selbstaufopferung durch Heldentat. In verschwommenen Erscheinungen können beide Farben vermengt sein, doch sie rein zu sehen, ist ebenso eine Seltenheit wie Zusammenführung und Heldentat. Smaragd ist dem KELCH nahe, Rubin dem AUGE BRAHMAS (DRITTES AUGE).

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