Agni Yoga, § 529

Freilich, schon vor langem wurde über die Macht der Gedanken gesprochen; doch das Wesen dieser Lage hat sich deswegen nicht geändert. Niemand überwacht seine Gedanken, noch will man die Ursachen und Folgen der Gedanken bemerken. Welch bemerkenswerte Experimente könnten indes unverzüglich inmitten des täglichen Lebens durchgeführt werden! Es bedarf keiner besonderen Bedingungen; Aufmerksamkeit und Beweglichkeit des Bewusstseins sind eben nötig. Zum Beispiel kann man beim Experimentieren im telepathischen Verkehr beobachten, welche äußeren Umstände und innere Verfassung die Qualität dieser Mitteilungen beeinflussen. Der Zustand der Wachsamkeit oder Schläfrigkeit, Gereiztheit oder Freude, Müdigkeit oder Bestrebtheit, alles beeinflusst die Qualität und Intensität der Mitteilungen sehr. Außerdem drückt der persönliche Charakter des Teilnehmers seinen Stempel auf. Ist es nicht wichtig, davon aufmerksam Notiz zu nehmen? Es wurde beobachtet, dass einige Eigenschaften der Teilnehmer sich auch physisch widerspiegeln. Manche können überwunden werden, doch andere, oft karmische, sind nicht auszugleichen, es sei denn durch besondere Willensanspannung – doch Willenskraft wird von Gedanken geschaffen. Ich rate, alle telepathisch übermittelten Mitteilungen zu notieren. So kann man nutzbringend die Beobachtungen fortsetzen. Man muss unmittelbar beim ersten Gefühl aufzeichnen, ohne jede Diskussion.

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