Agni Yoga, § 477

Die Menschen haben es völlig verlernt, psychische Energie zu begreifen und anzuwenden. Sie haben vergessen, dass jede in Bewegung gesetzte Energie Trägheit erzeugt. Es ist nahezu unmöglich, diese Trägheit auszuschalten, daher setzt jede Erscheinung von psychischer Energie ihre Wirkung entlang der Trägheit fort, manchmal sogar dauernd. Selbst wenn man seinen Gedanken ändert, durchdringen die Folgen der unmittelbar vorausgehenden Sendung trotzdem den Raum. Darin besteht nicht nur die Stärke der psychischen Energie, sondern auch ihre Beschaffenheit, die besondere Sorgfalt verdient. Nur mit erleuchtetem Bewusstsein vermag man die psychische Energie so zu lenken, dass sie seinen Pfad nicht durch vorherige Sendungen verdunkelt. Oftmals trübt ein gelegentlicher und unpassender Gedanke die Oberfläche des Meeres von Errungenschaften für lange Zeit. Der Mensch hat seinen Gedanken längst vergessen, doch dieser setzt den Flug vor ihm fort – seinen Pfad erleuchtend oder verdunkelnd. Am Glanz des Strahles haften kleine, ihn bereichernde Lichter. Am Kehricht saugen sich dunkle und staubige, der Bewegung hinderliche Teile an. Wenn Wir sagen ‘Flieget mit Licht’ oder ‘Streut keinen Schmutz aus’, warnen Wir vor der Tat. Alles, was über psychische Energie gesagt wurde, bezieht sich auf jede Tätigkeit. Hier gibt es nichts Abstraktes, denn psychische Energie ist in der ganzen Natur enthalten und kommt besonders im Menschen zum Ausdruck. Wie sehr der Mensch auch versuchen mag, sie zu vergessen, sie selbst lässt ihn daran denken, und es ist Sache der Aufklärung, die Menschheit zu lehren, wie dieser Schatz zu nutzen ist. Wenn die Zeit gekommen scheint, über die physisch sichtbaren Ablagerungen der psychischen Energie zu sprechen, so bedeutet es, dass Wirklichkeit offenbar geworden ist. Das heißt, dass die Menschen unverzüglich danach streben müssen, die psychische Energie zu beherrschen. Das Feuer des Raumes und psychische Energie sind miteinander verbunden und stellen die Grundlage der Evolution dar.

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