Agni Yoga, § 45

Man sollte den Menschen entschlossen sagen, dass die Neue Zeit ins Dasein getreten ist. Die Menschen sind nicht bereit, ihren Platz hinsichtlich der Schöpfungsaufgaben zu übernehmen. Es ist ein Irrtum, anzunehmen, dass widerrechtliche Besitzergreifung mit der Mission der Welterneuerung vereinbar ist, ganz gleich, ob es sich um die Unterjochung von Ländern oder einer speziellen Klasse von Menschen handelt: solche Einstellung gehört einer überholten Denkart an. Im Evolutionsprozess kann man nur auf das auf Wahlfreiheit gründende Aufsteigen des Bewusstseins erwägen. In den Perioden der Evolution der Menschheit kann man die Epochen der Bewusstseinserweiterung verfolgen. Wir wollen nicht verhehlen, dass gerade jetzt ein Buch der Entdeckungen und des Lichts der Kühnheit vor der Menschheit aufgeschlagen wird. Diese durch die dornige mühevolle Gemeinschaftsarbeit gereiften Früchte sind bereit, ihren reichen Samen preiszugeben. Kann man diese Früchte mit einem Schwert spalten? Kann man sie durch Furcht oder kriecherische Feigheit zermalmen oder sich ihrer durch verräterische List bemächtigen? Nein, nur die Einheit des Bewusstseins und der Aufbau des Wissens werden der Menschheit die Umwandlung in eine neue Menschheit bescheren. Der Antrieb zu dieser Willenskraft wird nicht von kosmischen Erscheinungen, sondern vom Gedankenstrom bewirkt. Wir sollen die festgesetzte Frist, wann die Gedankenblitze die Lösung für die Welt bringen können, nicht übersehen. Wir schlagen der Menschheit vor, an die astrochemische Bedeutung des Planeten nicht nur zu denken, sondern zu erkennen, wann der Gedanke als ein chemischer Bestandteil die Atmosphäre verstärkt. Solange man die Bedeutung der Emanationen des Gedankens nicht erkennt, wird der Gedanke jedenfalls über die Stirnen der Skeptiker hinweg gleiten. Aber der Augenblick verweilt nicht!

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