Agni Yoga, § 446

Um den Erfolg des Lebens bei erweitertem Bewusstsein wahrzunehmen, muss man einen bereits erprobten Geist besitzen. Die Menschen sind dermaßen gewöhnt, ihr Leben auf Dinge irdischer Bestimmung zu gründen, dass selbst die Grundlagen des Seins so lange nicht angenommen werden können, wie der Mensch in seinen gewohnten Umständen verharrt. Das heißt, dass Lebensverhältnisse mit ungewöhnlichen Mitteln gebildet werden müssen. Es gibt keine Regel für dieses Ungewöhnliche. Das Geistesleben bestimmt die Alltagsverhältnisse. Die unglücklichen Familienverhältnisse liegen der Tatsache zugrunde, dass das geistige Leben in das tägliche Dasein keinen Eingang findet. Das Leben möge verschönert und der Strom des Geistes durch erhabenere Töne gehoben werden. Doch es besteht eine gewisse Lebensart, die zum Lager wilder Tiere wird. Damit, dass sie die Brücke zur höheren Welt verloren haben, schaden sich die Menschen nicht nur selbst, sondern auch ihrer Umwelt. Ihre Hunde haben lauter schädliche Gewohnheiten, und ihre Tiere und Vögel sowie ihre Pflanzenwelt sind für die Evolution ungeeignet. Dem Menschen muss aufgezeigt werden: ‘Sieh, was du um dich herum schaffst.’ Das tote oder das lebendige Prinzip gründet auf der Umwelt des ganzen Lebens jedes einzelnen.

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