Agni Yoga, § 417

Die Lehre über die Erlöser findet Anwendung in allem, was existiert. Wahrlich, so wie es möglich ist, mittels Terafimen zu beeinflussen und sich zu nähern, so kann man gleicherweise bewusst das Karma anderer auf sich nehmen. Bei kleinen Experimenten konntet ihr beobachten, welche Fortschritte ihr im Übernehmen des Schmerzes anderer gemacht habt, sofern dieser den Nervenbereich betraf. In gleicher Weise kann man die Wirkungen des Karmas anderer aufnehmen. Schließlich kann man das Kollektivkarma auf sich nehmen, und somit ist der Begriff Erlöser kein Aberglaube. Dafür ist es nur notwendig, die Zweckmäßigkeit der Annahme zu verstehen. Karma ist die komplizierteste Erscheinung. Es umfasst alle Erscheinungen in unterschiedlichster Vielfalt, von einer zufälligen Tat bis zu den auslösenden Motiven. Man muss genau prüfen, ob es möglich und auch nützlich ist, sich in fremdes Karma einzumischen. Man bedenke jedoch, dass es Fälle von Selbstaufopferung und Fälle von nützlichem Eingriff in das Schicksal anderer geben kann. Die Feuer ermöglichen es, die Zweckmäßigkeit der Einmischung zu beurteilen. Feuer sind die besten Gradmesser für eine Beurteilung, denn in diesen ist das innere Bewusstsein mit dem Bewusstsein des Raumes vereint, nichts verleiht eine derart lebendige Vorstellung der Begleitumstände, wie die vielfältigen Erscheinungen der Feuer. Ihr seht, wie real abstrakte Vorstellungen von Erlösung und räumlichem Feuer dadurch werden!

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