Agni Yoga, § 407

Seid nicht traurig. Trauer gleicht einem verrosteten Schwert, nicht dem eines Siegers. Wo getrauert wird kann kein feuriges Leben entstehen. Wenn die Paragraphen eintönig mit leeren Worten gelesen werden, gleichen diese Weisheitslehren einem Friedhof. Wenn hingegen Feurigkeit vorherrscht, dann kann Traurigkeit nicht entstehen. Wahrnehmung des räumlichen Lebens bedeutet Erkenntnis und Eingliederung ins kosmische Leben. Der Mensch kann nicht abseits der Gesetze der psychischen Energie leben. Es gibt nichts Unsinnigeres, als dies aus dem Bewusstsein zu verbannen. So wie es schwer ist, auch nur einen Tag ohne Wasser zu sein, so ist es für unser Bewusstsein auch schwer, ohne dem Licht der fernen Welten zu sein. Die Teilhabe am gesamten Leben muss genauso selbstverständlich werden wie Essen und Trinken. Der Lehre liegt Erfahrung zugrunde, bedenkt dies und habt Freude bei der Anwendung. Wir dürfen die unermessliche Bedeutung der Bewusstseinserweiterung nicht schmälern. Was dem Atem der MUTTER DER WELT entspringt, kann nicht begrenzt werden. Man muss sich sagen: ‘Wir haben Freude an der Erneuerung und nicht Angst vor einem falschen Weg.’ Wir wollen mit Offensichtlichem und Verständlichem beginnen, den ehernen Gesetzen folgen und der Lehre des Lebens größte Aufmerksamkeit schenken. Kein Tag und keine Stunde sollten vergehen, ohne die Lehre anzuwenden. Schätzt den Yoga als Weg des Lichts im Wissen, dass er großzügig Lichtfunken spendet! Lasst die Verbindung nicht abreißen, sondern stärker werden. Agni strahlt genauso unermüdlich wie die Sonne!

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