Agni Yoga, § 400

Warum geschieht das Eintreten für die Lehre gewöhnlich so schüchtern und verschämt? Sicherlich deshalb, weil sich die Menschen um die Probleme des Seins nicht kümmern. Die Frage des Seins dringt in das Alltagsleben nicht ein. Die Beweise des Ungewöhnlichen hält man für Fehler der Natur. Die Gesetzesformen werden von Feigheit geschmiedet. Der Fetisch oder das Tabu stehen wie ehedem wie die Wächter des Menschen da. Die Lehre des Lebens ist nur in herkömmlicher Biologie zu finden, sonst wird sie vom Weihrauch der Tempel ausgelöscht. Man sollte endlich dem Aufmerksamkeit zuwenden, was uns umgibt, insbesondere jetzt, wo eine außergewöhnliche Anspannung des kosmischen Prozesses wahrgenommen werden kann. Die feinfühligen Apparate unseres Organismus arbeiten mit der gleichen Anspannung. Die Spannung der Atmosphäre veranlasst die Menschen, sich mit Aufmerksamkeit und Aufrichtigkeit den kosmischen Kräften zuzuwenden. Es gibt nichts, worüber man spotten könnte, vor allem, wenn man nicht weiß, wovon die Rede ist. Genauso könnte über die Formeln höherer Mathematik gelacht werden, weil sie einem beim Zubereiten eines Mahles nicht dienlich sind. Es verdrießt Uns nicht, für solche Binsenwahrheiten Zeit aufzuwenden, denn alles, was die Menschen zur psychischen Energie führt, ist nützlich. Es ist unsinnig, sich vorzustellen, der Mensch müsste überredet werden, eine Macht zu gebrauchen, die er seit langem besitzt. Das ist die Psychologie eines Wilden, der alles fürchtet, was seinem Großvater nicht bekannt war. Nichtsdestoweniger ist der räumliche Gedanke wirksam!

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