Agni Yoga, § 397

Durch Erforschung der Gedankenübertragung wird die Menschheit allen sie begleitenden Erscheinungen Aufmerksamkeit schenken, wohltätigen wie auch unheilvollen. Das Verstehen der Gedankenwirkungen wird das Vorstellungsvermögen weit überschreiten. Vor allem werden die Menschen verstehen, wie sehr sie einander schaden, wenn sie die Kräfte eines anderen ausbeuten und überlasten. Einer der Gründe, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen, war, sich zu verbergen, um die psychische Energie zu hüten. Einer Unserer guten Mitarbeiter ließ sich für tot erklären, um aus dem Blickfeld der Menschen zu gelangen. So entlastet, sagte er: ‘Es scheint, man hat mich vergessen!’ Unter solchem Umstand kann man beobachten, wie Gedanken – außer den unpersönlichen des Raumes – an einem vorbeifliegen. Doch unpersönliche Gedanken enthalten gewöhnlich nichts Schädliches. Ich sage nicht, dass man persönlichen Gedanken entsagen soll, doch man muss sich der ganzen Verantwortung bewusst werden. Eine äußere Bedingung der Erziehung zur Verantwortung wird das strenge Leben für die Kinder sein. Auch das Wissen über Wiederverkörperung wird dazu beitragen. Doch herkömmliche Staatskunst und Konfession bedrohen solche Verantwortung ernsthaft. Ohne Vorurteil und alle umgebenden Faktoren beachtend, werdet ihr zu dem Schluss gelangen, dass Unsere Methoden von den herkömmlichen Wegen abweichen müssen. Sobald es notwendig erscheint, einen Aufruf an das Feuer ins Leben hineinzutragen, kann dies mit den Methoden herkömmlicher Staatskunst nicht erreicht werden. Indes wisst ihr, dass man durch das ‘Überirdische’, als Ersatz für das Gewöhnliche, das Leben nicht entstellt, sondern ihm Schönheit und Unermesslichkeit verleiht.

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