Agni Yoga, § 366

Warum sollte Unsere Gewähr so beschränkt verstanden werden? Der Schatz sollte viel weiser getragen und viel weiter angewendet werden als nur fürs gewöhnliche Leben. Das Suchen nach weiterer Anwendung der Lehre wird Gewandtheit verleihen. Doch ein vorbereitetes Ergebnis kann leicht zerstört werden, denn die ferne Stimme gleicht dem Rascheln des Schilfs. Man sollte keinen Einspruch erheben, wenn sich ein freier Wille auflehnt. Man kann es bedauern und erneut flüstern. Doch das Gesetz vom freien Willen beweist die Würde des Menschen. Wenn Ich sage ‘ihr sollt keinen Zwang ausüben’, meine Ich gerade das Gesetz vom freien Willen. Wer würde durch Willensanspannung einen Zweig biegen? Und wäre der Rückschlag nicht schlimmer als das erstere? So seid fähig, die Menschen ohne Willensbelästigung zu rufen. Selbstaufopferung kann nicht eingegeben werden. Selbstaufopferung kann nicht befohlen werden. Wenn der Geist, schonungslos gegen sich selbst, für andere leidet, handelt er aus freiem Willen. Selbst ein Wink ist ungebührlich, wo Opfer sich erhebt. Ist Teilbarkeit des Geistes möglich, wo Zwang besteht? Sehet, wie eine bereite Flamme auflodert! Wird der Schmerz abwenden, was der Wille eines reinen Geistes bereits aussandte?

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