Agni Yoga, § 341

Wenn das Neue Zeitalter des Feuers angezeigt wird, so bedeutet es, dass dieses Element beherrscht werden muss. Genau gesagt: es ist nötig, die Lebenskraft des Feuers in sein Bewusstsein aufzunehmen. Schon vor langem habe Ich zu euch über die dafür unerlässliche Übung, die Gedanken in das Bewusstsein aufzunehmen, gesprochen. Kann man annehmen, dass die Lehre im Leben angewendet wird, wenn selbst die Gedanken keinen neuen Impuls erhalten? Dort, wo alles beim Alten blieb, sucht keine neuen Keimlinge. Wo das Alte fortbesteht, wird das Neue Feuer versengen, und das Leben wird keine neuen Segnungen erfahren. Mögen die Worte über das Feuer nicht als abstrakte Symbole betrachtet werden. Ich spreche vom wirklich existierenden Feuer. Nicht zum ersten Mal wird der Planet die Einwirkung dieses Elementes verspüren. Bei jedem Rassenwechsel nähert sich das Feuer als reinigender Strom. Die Menschheit erinnert sich der Zerstörungen, die durch die Vereinigung des räumlichen Feuers mit seinem unterirdischen Niederschlag verursacht worden sind. Weshalb einen Untergang, ähnlich den von Atlantis wiederholen, wenn die Wohltat des feurigen Elementes hervorgerufen werden kann? Um aber dem Feuer furchtlos näherzutreten, muss man lernen, darüber nachzudenken und es in das Bewusstsein aufzunehmen. Wenn es möglich sein wird, Ausstrahlungen des menschlichen Körpers auf eine Leinwand zu projizieren, dann werdet ihr mit besonderer Klarheit die Abscheulichkeit eines zwiespältigen Wesens erkennen, wenn das Gesicht Güte zeigt, doch der Gedanke sein Messer schleift. Man muss es lernen, die Lehre einfach aufzunehmen und das Leben mit ihr zu durchdringen. Das Feuer kann ein großer Segen sein.

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