Agni Yoga, § 32

Die Internationale Regierung hat ihre Existenz nie geheim gehalten. Sie offenbart sich nicht durch Manifeste, sondern durch Taten, welche sogar in der offiziellen Geschichtsschreibung überliefert sind. So kann man geschichtliche Tatsachen aus der französischen und der russischen Revolution wie auch aus englisch-russischen und englisch-indischen Beziehungen anführen, in denen eine unabhängige Hand von außen her den Verlauf der Ereignisse änderte. Diese Regierung hielt das Vorhandensein Ihrer Boten in den verschiedenen Ländern nie geheim. Entsprechend der Würde der Internationalen Regierung verbargen sich diese Boten natürlich auch niemals. Im Gegenteil, sie zeigten sich öffentlich, sie besuchten verschiedene Regierungen und sie waren vielen bekannt. Die Literatur bewahrte ihre Namen und die Phantasie ihrer Zeitgenossen verherrlichte sie. Keine geheimen Organisationen, die von den Regierungen so gefürchtet werden, sondern natürliche Personen werden durch einen Erlass der Unsichtbaren Internationalen Regierung gesandt. Jede Art von Geheimniskrämerei schadet den internationalen Aufgaben. Die Eintracht der Völker, die Würdigung der Schöpfung, sowie die Erweiterung des Bewusstseins werden von der Internationalen Regierung als dringendst notwendige Maßnahmen gefördert. Wenn man die Maßnahmen dieser Regierung beobachtet, so kann man sie nicht der Untätigkeit bezichtigen. Die Tatsache der Existenz dieser Regierung drang wiederholt unter verschiedenen Bezeichnungen in das Bewusstsein der Menschheit ein. Jedes Volk wird nur einmal gemahnt. Entsprechend einem Grundsatz der Archate werden nur einmal pro Jahrhundert Boten gesandt. Das Wirken der Unsichtbaren Regierung steht mit der Evolution der Welt in Einklang, ihre Beschlüsse gründen genauso auf exakten mathematischen Gesetzen. Hier gibt es keine persönlichen Wünsche, sondern nur unabänderliche Gesetze der Materie. Nicht ‘ich wünsche’, sondern ‘ich weiß’! Deshalb ist ein Beschluss sogar inmitten turbulenter Strömungen unabänderlich. Man kann den Berg von Norden oder von Süden her besteigen, aber der Aufstieg muss erfolgen.

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