Agni Yoga, § 30

Nachdem einer Unserer Mitarbeiter ein langwieriges chemisches Experiment, verantwortungsvoll prüfend, beendet hatte, rief ein Kind aus: ‘Seht, wie er mit den schönen Gläsern spielt!‘ Vermuten wir von jemandem, der einen Berg ersteigt, dass er zum Lehrer eilt? Wenn wir einen Holzfäller beobachten, wissen wir dann, welche Stufe eines Hauses er verstärken will? Wenn wir einer Frau begegnen, die Wasser trägt, können wir dann wissen, wessen Durst sie stillen wird? Wenn wir eine geschlossene Tür sehen, können wir dann wissen, wer als nächster eintreten wird? Wenn wir plötzlich Donner vernehmen, wissen wir, wohin der Pfeil des Blitzes eilte? Aber die Leute hegen keinen Zweifel darüber, dass, wer sich bückt und einen Stein aufhebt, zu töten beabsichtigt. Sie meinen, dass wer seinem Pferd den Sporn gibt, es eilig hat, um zu verleumden. Sie meinen, dass, wer etwas ausruft, lügt. Sie meinen, dass, wer seine Hilfe anbietet, auf Verrat erpicht ist. Sie meinen, dass jedes Tun entsprechend ihrer eigenen Vorstellung erfolgt. Ihr Armen! Wer hat den Fluch der Ichsucht über euch verhängt? Woher kam das Vorurteil für eure Entscheidungen? An welcher Straßenkreuzung hörtet ihr die verleumderischen Schreier? Schon ein einfacher Gruß scheint euch eine Verurteilung zu sein. Ihr hofft, dass die Drohungen der Verleumder geduldig von den Bergen hingenommen werden und der Verrat die Meere nicht austrocknen lässt. Die Uräusschlange der Weisheit wurde noch nicht geschmiedet.

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