Oft findet sich der Lehrer in einem sehr schwierigen Verhältnis zu seinem Schüler. Der Schüler verspricht, alle Befehle des Lehrers zu befolgen, doch sobald er einen erhält, findet er sofort Gründe, um ihn zu ändern. Der Lehrer erfährt eine ähnliche Schwierigkeit, wenn Er der Untätigkeit beschuldigt wird. Stellt euch die Lage eines Bogenschützen vor, der schussbereit ist, und hinter ihm jemand ausruft: ‘Warum schießt er nicht?’ Kleine Kinder folgen der führenden Hand ohne den Grund zu kennen. Doch Erwachsene versuchen der vorbereiteten Wirkung, je nach ihrer Stimmung, etwas hinzuzufügen. Man kann sie gleichsetzen mit Leuten, die, wenn das Haus zu brennen beginnt, unersetzliche Manuskripte außeracht lassen, doch ihr geliebtes Bettzeug retten. Woher kommt diese Missachtung des Befehls? Ebenfalls vom Misstrauen. Es ist unbegreiflich, wie leicht die Gaben des Lehrers angenommen und Seine besten Befehle missachtet werden. Wie viele vorsätzliche Sendungen wurden zurückgewiesen, wie viele wirkungsvolle Taten aus Leichtsinn zunichte gemacht! Mit der einen Hand wird Achtung erwiesen und die andere verstreut die Perlen über den Abgrund, die Tatsache vergessend, dass das Durchdringen des Raumes mit persönlichen Sendungen eine Vergiftung des Raumes bedeutet und dass der erwählte Führer mit Seiner Erfahrung den Schüler nicht demütigen wird. Wie sehr ist daher Zusammenarbeit in festem Vertrauen zu schätzen! Wenn ihr selbst Lehrer werdet, besteht auf der sofortigen Ausführung eines Befehls. Erteilt nicht oft Befehle; sie könnten zur Gewohnheit werden, doch wenn die Arbeit es erfordert, erteilt einen kurzen Befehl. Man möge wissen, dass ein Befehl unwiderruflich ist. Man muss einfacher folgen und selbständige Arbeit mit Zusammenarbeit verbinden. Der entstellte Befehl gleicht einem entgleisten Zug. Es ist besser, keine Gaben zu empfangen, als die Welle zu verzerren.