Agni Yoga, § 256

Der Hüter der Sieben Tore grämte sich: ‘Ich behelligte die Menschen mit einem endlosen Strom von Wundern, doch sie wurden ihrer nicht gewahr. Ich biete neue Sterne, doch ihr Licht ändert das menschliche Denken nicht. Ich versenke ganze Erdteile in die Tiefen der Meere, doch das menschliche Bewusstsein regt sich nicht. Ich errichte Berge und die Lehren der Wahrheit, doch die Menschen wenden selbst ihren Kopf nicht nach dem Ruf. Ich sende Kriege und Seuchen, doch selbst Schrecken veranlasst die Menschen nicht zum Denken. Ich biete die Freude des Wissens, doch die Menschen machen einen Brei aus diesem heiligen Mahl. Keine weiteren Zeichen besitze Ich, um die Menschheit vom Untergang zurückzuhalten.’ Zum Hüter sprach der Erhabenste: ‘Wenn der Baumeister die Fundamente des Gebäudes legt, weiht er alle, die am Aufbau arbeiten, darüber ein? Die wenigsten unter ihnen kennen die vorgegebenen Maße, und nur einigen wird der Zweck des Gebäudes enthüllt. Jene, welche die Steine früherer Grundlagen ausgraben, werden keine einzige neue Grundlage begreifen. Doch ein Baumeister sollte sich nicht grämen, wenn seine Arbeiter die wahre Bedeutung seines Planes nicht erfassen können. Er kann nur die Arbeit entsprechend verteilen.’ So ist es mit dem Bewusstsein der Menschen; wir wissen, dass jene, die weder begreifen noch hören können, nur die niedrigste Arbeit verrichten werden. Wer verstanden hat, möge stark sein wie hunderttausend Weise, und wie Inschriften werden sich die Zeichen vor ihm entfalten!

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