Agni Yoga, § 245

Warum befindet sich die Erde in einem kranken Zustand? Weil die Strahlen der Planeten nicht durch die verseuchte Aura hindurch dringen können. Wie weit wird sich der Mensch herabsetzen, wenn er seinen Verkehr mit dem höchsten Bewusstsein einstellt und in tiefste Unwissenheit versinkt? Vom Raj-Planeten bis zum Mikrokosmos gibt es ein Gesetz. Seitdem die Menschen die Vorstellung über die großen Welten verloren haben, entfernten sie sich vom Verstehen der Vervollkommnung. Die Welten wurden für sie zu einem Wahnsinnstraum; und ihre Selbstvervollkommnung wurde zu einem unnötigen und gefährlichen Zeitvertreib. Wie Sklaven für Tageslohn hegen die Menschen den Wunsch, den Weg zu beenden. Die Religionssysteme haben den Menschen durch ihre Verdikte Schreck eingeflößt und sie des Wagemuts beraubt. Ein Mensch, der sich der Staatsreligion blind ergibt, gleicht einem Esel, der eine unbekannte Last trägt. Kann man eine Religion wie eine polizeiliche Verordnung hinnehmen? Kann man die Verdikte unbekannter Leute, die sich für den Verkehr mit dem Himmel bezahlen lassen, vertrauensvoll annehmen? Die Bedeutung eines Yogis in Angelegenheit Staatsreligion ist sehr groß. Furchtlos, prüfend und unermüdlich muss ein Yogi der Menschheit helfen, an die Gesetze der Einheit zu denken. Wie ein treffendes Schwert blitzt der Gedanke eines Yogis durch den Raum. Bereit, die Verbindungsmethoden zu ändern, bereit zur Heldentat, bereit, Unwissenheit zu verurteilen, bittet ein Yogi die Menschheit, über die Ursachen inkarnierten Seins nachzudenken. Durch diesen Gedanken wird sich die Qualität der Arbeit und des Verstehens ändern. Wer wünschte nicht mutig zu wagen, wenn er über die dem Menschen innewohnenden Möglichkeiten nachdenkt? Gebührt der Siegeskranz nicht dem, der die Menschheit Mut lehrt? Andernfalls werden die Führer der Menschen gleich Schweinen am Kehricht der Erde klebenbleiben.

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