Wenn wir über die feinsten Energien sprechen, sollten wir die Symptome ihrer Erscheinungen kennen. Die Benennung ‘feinste’ weist darauf hin, dass sich die Beschaffenheit ihrer Wirkung von den gewöhnlichen Erscheinungen unterscheidet. Die mächtigste Energie ist am wenigsten fühlbar. Namentlich das Bewusstsein steuert die Kraft der universellen Energie. Die aufnahmefähige Gehirnsubstanz wird vom Bewusstsein des Raumes gesättigt. Man kann diesen Prozess nicht veranschaulichen, er ist unermesslich. So erscheint ein Rad von bestimmter Umdrehung unbeweglich, und nur die Bewegung der umgebenden Atmosphäre zeigt den Grad der Anspannung an. Gleicherweise ist es beim Prozess der feinsten Energien: ihre Erscheinung kann nur aus großer Entfernung beobachtet werden. Wie farbloses Zyankali nicht wahrgenommen werden kann, so setzt die eindrucksvolle Tätigkeit der Bewusstseinsenergie nicht eher ein, als ihre Wirkungen auf den umgebenden Wellen des Raumes offenbar werden. In gleicher Weise blendet die strahlende Materie, wenn sie in Erscheinung zu treten beginnt, doch ihre feinsten Schwingungen sind kaum wahrnehmbar. Das gleiche Gesetz tritt in anderen Prozessen in Erscheinung. Nehmen wir ein Beispiel der Einwirkungen auf Menschen. Man braucht ihnen nur eine Rede zu halten, und die Masse ist überzeugt, obwohl sie die folgende Wirkung gleichsam unberührt lässt. Auch kann man nicht bestätigen, dass der ursprüngliche Ansporn der überzeugendste Faktor war. Es ist sicher möglich, dass der Bewusstseinsgrad sich änderte und Donner sich in Stille verwandelte. Doch über die Macht der Stille wurde bereits gesprochen. So werden, völlig begreiflich, doch unsichtbar, Umstände gebildet. Die Menschen nehmen sie in ihrer Endphase wahr, doch ein Yogi sieht den ganzen feinsten Bildungsprozess voraus. Für einen Yogi bedeutet der Ausspruch ‘Es gibt keinen Zufall’ den Regenbogen von Wirkungen. Die Bildungen schichten sich in vielen Farben auf, und es ist wertvoll, dies zu bedenken. Wie bei chemischen Errungenschaften, so bemühen wir uns auch bei psychischen, Gleichförmigkeit des Prozesses zu vermeiden. Jede erwartete Gleichförmigkeit unterbindet zahlreiche Möglichkeiten. Alles scheinbar Unerwartete enthüllt ein neues Modell in der Wirkung der feinsten Energien. Wie können wir der Evolution dienen, wenn wir die Wirkungen nicht zu unterscheiden vermögen?