Agni Yoga, § 164

Die Menschen sprechen viel von der Hilfe, die von Unserer Wohnstätte ausgehen sollte. Wir wollen die Fähigkeit der Menschen, diese Hilfe zu empfangen, untersuchen. Jede Person, die von Hilfe träumt, hat bereits selbstsüchtig deren Richtung und Maß bestimmt. Kann ein Elefant in einem niederen Keller untergebracht werden? Doch der Hilfesuchende erwägt weder das Ausmaß noch die Angemessenheit der Hilfe. In der Winterzeit müssten Lilien blühen, und in der Wüste müsste eine Quelle hervorsprudeln, sonst erscheint das Verdienst des Lehrers unbedeutend. ‘Doch, Schöpfer der Wüste und Herr der Kälte, du selbst schufst deinen Durst und erschauderst vor der Kälte deines Herzens. Meine Quelle ließest du unbeachtet und wandtest dich ab von Meinen Blumen. Du hast deinen Weg mit Selbstsucht gepflastert und fandest nur Zeit, deine geliebten Sohlen vor den Dornen zu bewahren, die du selbst züchtetest. Meine Hilfe floh wie ein aufgescheuchter Vogel. Mein Bote eilt zurück und kläglich heult der weiße Lobnor. Meine Hilfe wurde abgelehnt.’ Aber der Wanderer fährt fort, stumpfsinnig um Hilfe zu rufen und lenkt seine Aufmerksamkeit auf die Stätte seines künftigen Untergangs. Darum empfehlen Wir immer Wachsamkeit, Beweglichkeit und Vorurteilslosigkeit. Anders kann man mit der Wirklichkeit nicht Schritt halten.

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