Agni Yoga, § 136

Oft vertrauen sich die Menschen einem feurigen Ross an, obgleich eine unscheinbare Mücke das Tier in Wut geraten lassen kann. Oft versuchen die Menschen, in einem brüchigen Kahn zu fahren, obwohl jeder Stein eine Gefahr bedeutet. Oft sitzen die Leute unter dem Gebälk eines Hauses, das bei geringstem Erbeben des Bodens zusammenstürzen kann. All dies ist natürlich bekannt; nichtsdestoweniger versuchen die Menschen, der Gefahr zu entgehen, als ob Gefahr nicht ein Begleiter inkarnierten Seins wäre. Die Menschen nennen es Glück, wenn sie über einen Abgrund schreiten, den sie nicht bemerken. Doch ist der Blick genügend geschult, wird der Wanderer des Lebens jede kosmische Unregelmäßigkeit bemerken. Er wird von der augenscheinlichen Undurchdringlichkeit des Pfades schmerzlich berührt sein. Doch was wird ihm den Mut und die Kraft verleihen, alle Klüfte der zerfallenden Festung zu überqueren? Wahrlich, nur das Bewusstsein, dass diese Stunde des Übergangs in Beziehung zur Zukunft steht, die unvermeidlich geschaffen werden muss.

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