AUM, § 88

Die Verbindung mit der Höheren Welt bereichert das Bewusstsein im Übermaß. Die erhabenen Nachrichten erreichen auf vielfältige Weise ihr Ziel; sie können im Schlaf wahrgenommen oder als Gedankenblitz im Wachzustand empfangen werden. Man sollte sich nicht grämen, wenn solche Gedanken manchmal sofort vergessen zu sein scheinen, sie sind vielmehr ins Bewusstsein eingedrungen. Vielleicht war der Gedanke für das Bewusstseinsinnere bestimmt. Nur zur gegebenen Zeit wird er sich offenbaren; inzwischen muss er weiterleben und das Bewusstsein bereichern. Es heißt, das Wachstum des Bewusstseins gleicht dem Wachsen des Grases. Der Mensch kann das Wachsen des Grases nicht stündlich bemerken, genauso unmerklich erscheint eine knospende Blüte. Bewusstseinsveränderungen können nur über Zeiträume festgestellt werden; eine derartige Änderung ist unbeschreiblich. Das Bewusstsein wächst durch Synthese, es kann sich nicht durch Einengung weiterentwickeln. Der Bewusstseinsfortschritt erfolgt aus dem Zentrum – aufeinanderfolgende Kreise neuen Verstehens erfassend. Ebenso werden Sendungen an Wissenschaftler nicht auf die Materie beschränkt sein; sie werden den Gedanken zu einem erweiterten Horizont zwingen. Der Verstand wird dem flammenden Schwert als Scheide dienen. Auf diese Weise werden von der Höheren Welt Aufgaben mit großem Wirkungsbereich gegeben. Irdische Beschränkungen reduzieren überirdische Gedanken auf das menschliche Wort, doch in den Tiefen des Bewusstseins wird der Abdruck der himmlischen Hieroglyphe bewahrt.

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