AUM, § 573

Es ist erschütternd zu sehen, wie relativ die Menschen urteilen. Man nehme zum Beispiel die verschiedenen Beurteilungen des Zustandes von einem, der in die Feinstoffliche Welt hinüberging. Man sagt: er sei umgekommen, er wurde vernichtet, er leide, er schlafe, er ruhe, er lerne, er steige auf, er freue sich – so urteilt jeder nach seinem Ermessen über die Feinstoffliche Welt. Nachdem niemand die Menschen über die Feinstoffliche Welt unterrichtete, begannen sie, sich eine eigene Meinung nach ihrer Vorstellung zu bilden: jedoch die Vorstellungskraft wird oft nicht gepflegt. Auf diese Weise wird die nächstliegende Sphäre auf die Gespensterwelt beschränkt bleiben. Weint jemand bei einem Begräbnis, könnte sich jemand finden, der diese Unwissenheit missbilligt. Ist jemand bei dieser Begebenheit erfreut, sind die Menschen über den scheinbar Verrückten aufgebracht. Die Menschen können den irdischen Daseinszustand mit dem überirdischen nicht in Beziehung bringen. Es können viele Fälle angeführt werden, in denen Menschen ihre Nächsten in der Feinstofflichen Welt gesehen haben, aber sogar diese Beweise werden nur als Phänomene betrachtet. Die Menschen lassen sich von der Natürlichkeit des Seinswechsels nicht überzeugen. Es ist ihnen untersagt, an die Wiedergeburt zu glauben, und sie stimmen zu, am Rande eines unbekannten Abgrunds zu verweilen. Jedoch jedes Jahr bringt die Welten einander näher, und die Zahl der Beweisfälle über die Erinnerung an frühere Leben kann steigen. Jeder kann bereits viele Beispiele anführen; alles was notwendig ist, ist ein gutwilliges Verhalten.

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