AUM, § 424

Gegen die Zusammenarbeit wird man sich sehr auflehnen. Manche werden sie aus Ichsucht überhaupt nicht annehmen wollen, andere werden sie für ihre persönlichen Vorteile nutzen, ihr Bestehen aber leugnen; eine dritte Gruppe wird den Begriff Zusammenarbeit mit dem Zusammenbruch jedweder Ordnung in Verbindung bringen. Es werden viele Einwände erhoben werden, so dass es eine der schwierigsten Aufgaben sein wird, die Mitarbeit einzuprägen. Es wird sich ein Abgrund von Atavismus auftun: man wird die unvernünftigsten Beispiele vergangener Zeitalter anführen: aus unehrlicher Mitarbeit begangene Vergehen werden genannt werden. Zu oft sind Schranken gesetzt und die neuen Lebensbedingungen vergessen worden. Der Trend zu der Verblendung durch die Mechanisierung kann durch Zusammenarbeit vernünftig gelöst werden. Außerdem darf sich Zusammenarbeit nicht auf bestimmte Arbeitsformen beschränken. Zusammenarbeit muss als Daseinsgrundlage angenommen werden. Nur durch die weiteste Zusammenarbeit ist es möglich, die wahre Beziehung zwischen dem Staat und der Arbeit des Volkes zu finden. Andernfalls wird die verderbliche Schuldenlast des Staates anwachsen. Dieses Problem durch Krieg zu lösen, wird ein Zeichen der Barbarei sein. Man darf nicht an die Zerstörung der Völker, sondern muss an die Vervollkommnung des Planeten denken! Wenn die psychische Energie ihren rechten Platz einnimmt, wenn die Frau als Hüterin der Kultur auftritt, wenn Zusammenarbeit als Grundlage des Aufbaus gilt, dann wird das gesamte Leben umgestaltet werden. Wissen und Schaffenskraft werden in Erscheinung treten; und Ich sage, sie werden in dem Sinn in Erscheinung treten, dass das Verstehen der Bedeutung von Wissenschaft und Kunst sogar für ferne Zeitalter zum Beispiel wird. Mitarbeit enthüllt leichte Pfade zur Vervollkommnung.

‹ § 423 · Inhaltsverzeichnis · § 425 ›