AUM, § 395

Gedankenübertragung sollte nach dem Strom der psychischen Energie erforscht werden. Man kann die Sendung nicht wortgetreu wahrnehmen, aber sie kann sich im Rhythmus der psychischen Energie widerspiegeln. Dies ist keine Unterbrechung, wie bei Stromveränderungen, aber dennoch wird die Form der psychischen Energie damit verändert; vielleicht wird anstatt eines Kreises eine Ellipse sichtbar, oder der Kreis verändert seinen Durchmesser, oder es kann ein Schwanken auftreten; auf diese Weise kann man den Eindruck des Gedankens beobachten, ob er stark genug ist. Die Beobachter in der Antike nannten diese Erscheinung ‘Die Berührung durch Flügel’; denn der Gedanke ist immer beflügelt dargestellt worden. Viele wohldurchdachte Symbole sind uns zur Auslegung hinterlassen worden. Das Studium der Symbole bringt eine Vorstellung von der Gründlichkeit früheren Denkens mit sich. Obwohl selten Reste alter Anwendungen, wie z. B. Apparate, gefunden werden, kann man dennoch in Symbolen weit Gründlicheres wahrnehmen, als die Menschen zugeben wollen. Aber Ausgrabungen fördern manchmal Teile unerklärlicher Objekte zutage. Man muss über die damalige Denkart nachsinnen. Auf materiellen Entdeckungen basierende Forschung kann zu beachtlichen Fehlschlüssen führen. Auch bei der Betrachtung alter graphischer Darstellungen hegen die Menschen oft ihre persönlich erfundene Deutung. Man sollte äußerst genau sein.

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