Die Bedeutung bestimmter Moralbegriffe muss sowohl vom geistigen als auch vom wissenschaftlichen Standpunkt aus überprüft werden. Nehmen wir zum Beispiel den Begriff Vertrauen – sogar unter primitiven Völkern wurde dieser Begriff als Grundlage der Gemeinschaft betrachtet. Schon im Altertum erkannten die Menschen die besondere Bedeutung dieses Begriffes. Erst später als sich die Scheinheiligkeit entfaltete, begannen die Menschen, eine falsche Maske aufzusetzen und meinten, das Bewusstseinsinnere irreführen zu können. Der Wert wahren Vertrauens kann durch die Entwicklung wissenschaftlicher Methoden überprüft werden. Verfolgen wir die Unterhaltung zweier Menschen. Bringen sie einander Vertrauen entgegen, wird die Ausstrahlung vortrefflich sein und sich durch die Energieverbindung sogar bessern. Ist einer von ihnen aber ein Heuchler, oder misstrauen sie einander, dann wird ihre Aura abstoßend und von schwarzen und grauen Flecken bedeckt sein. Außerdem werden die beiden Heuchler einander schaden und dabei für das Keimen ihrer Krankheiten die günstigste Brutstätte bilden. Darüber hinaus wird auch eine derart falsche Energieanwendung den Raum verseuchen. Folglich ist es unzureichend, Vertrauen nur als abstrakten Moralbegriff zu verstehen. Vertrauen muss als ein Heilmittel gewertet werden.