AUM, § 341

Die Bekämpfung der Unwissenheit muss weltweit erfolgen. Keine einzige Nation kann sich rühmen, ausreichend aufgeklärt zu sein. Niemand kann genug Kraft aufbringen, Unwissenheit im Einzelkampf zu besiegen. Wissen muss universell sein und in völliger Zusammenarbeit aufrechterhalten werden. Die Verbindungswege sind unbegrenzt, ebenso müssen sich die Wissenspfade im Gedankenaustausch entfalten. Man sollte nicht meinen, für Bildung wäre irgendwo genug getan worden. Wissen ist insofern ein sich derart ausdehnender Prozess, dass dauernd neuere Methoden erforderlich sind. Es ist fürchterlich, versteinerte Gehirne zu sehen, die keine neuen Errungenschaften zulassen! Wer zur Verneinung neigt, kann nicht als Wissenschaftler bezeichnet werden. Wissenschaft ist frei, ehrlich und furchtlos. Wissenschaft kann die Fragen des Weltalls augenblicklich ändern und aufklären. Wissenschaft ist schön und deshalb unbegrenzt. Wissenschaft duldet weder Verbote noch Vorurteile, noch Aberglauben. Wissenschaft kann sogar im Suchen nach dem Kleinen das Große finden. Fragt große Wissenschaftler, wie oft sie durch Routinebeobachtungen die erstaunlichsten Entdeckungen gemacht haben. Sie hatten ein offenes Auge und kein verstaubtes Gehirn. Der Pfad jener, die frei zu forschen verstehen, wird der Pfad der Zukunft sein. Wirklich, die Bekämpfung der Unwissenheit ist ebenso unaufschiebbar wie jene der Zersetzung und Bestechung. Die Bekämpfung der finsteren Unwissenheit ist nicht leicht; denn diese hat viele Verbündete: ihr wird in vielen Ländern Schutz geboten, und sie verbirgt sich in verschiedenen Gewändern. Man muss sich mit Mut und Geduld wappnen; denn der Kampf mit der Unwissenheit ist ein Kampf mit dem Chaos.

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