Besessenheit und Selbstvergiftung sind vertraute Gefährten. Sie bleiben von den Menschen gleichermaßen unerkannt. Bei Selbstvergiftung tritt besonders leicht Besessenheit ein, aber bei Besessenheit findet letzten Endes Selbstvergiftung statt; eine solche Vergiftung ist unausrottbar. Gewisse Menschen behaupten, dass sich bei Besessenheit die Gesundheit nicht verschlechtert, sondern sogar bessert. Dies ist ein großer Irrtum; die scheinbar gute Gesundheit ist nur die Folge der Nervenanspannung. Darüber hinaus öffnet das Eindringen einer fremden psychischen Energie unvermeidlich einen Kanal für verschiedene Ansteckungen. Besessenheit ist nicht Psychismus, sondern sie greift den ganzen Organismus an. Sagen wir es genauer: Besessenheit ist nicht nur eine psychische Krankheit, sondern auch eine sichtbare Ansteckung des ganzen Organismus. Viele Epidemien rühren von Besessenheit her. Das dunkle, besitzergreifende Wesen ist gewiss nicht um die Gesundheit seines Opfers besorgt. Jede Krankheit ist an sich eine Zersetzung, die der Finsternis genehm ist. Zwei psychische Energien können nicht lange zusammen wohnen. Die Besessenheit kann zeitweilig nachlassen; diese Methode wird von den Besitzergreifern angewendet, wenn ihnen das Opfer teuer ist.