AUM, § 30

Die verschiedenen Glaubensformen haben bezeichnende Formalitäten eingeführt. Im Altertum verlangte man, dass sich der Priester vor dem Gebet bade und reine Gewänder anlege. Jetzt ist das Gegenteil der Fall. Luxuriöse Gewänder werden zur Schau gestellt, aber die Reinheit unter diesen wird außeracht gelassen. Diese grundlegende Einstellung ist bezüglich des Standes der Geistigkeit bedenklich. Die Bedeutung der Anrufung zum Höchsten ist ihrem tieferen Sinn nach in Vergessenheit geraten. Viele Bücher wurden geschrieben, die Herzen sind jedoch verstummt. Daher muss daran erinnert werden, dass es nicht auf Gewänder ankommt, sondern auf Reinheit. Möge Reinheit auf dem Pfad zu Reinheit des Herzens führen. Einem unreinen Herzen kann kein Gebet entspringen.

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