AUM, § 287

Psychologie ist die Wissenschaft über den Gedanken. Das Studium des Gedankens kann sich nicht auf ein Volk oder eine Schicht beschränken. Der Bewusstseinsvergleich verschiedener Völker wird zu überraschenden Schlussfolgerungen führen. Man kann beobachten, dass die Gedankenkraft nicht von äußerer Zivilisation abhängt. Man kann sich ebenso davon überzeugen, dass Reichtum kein Gefährte des Gedankens ist. Offensichtlich tragen die beschwerlichsten Bedingungen zur Vertiefung des Gedankens bei. Der Mangel an Mitteln fördert die Verfeinerung des Bewusstseins. Die Geschichte zeigt, wie die Nester wahrer Gedanken errichtet wurden, deshalb ist die Wissenschaft des Gedankens die Wissenschaft des Seins. Das Studium des Gedankens darf keinerlei Einschränkung erfahren. Außerdem muss diese Wissenschaft ewig lebendig sein; denn der Gedanke vibriert ständig und lebt im Raum. Auf diese Weise wird bestrebte Gedankenforschung zum Verständnis sogenannter Phänomene führen, die nichts anderes sind als in ihren verschiedenen Offenbarungen unerkannte psychische Energie.

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