AUM, § 267

Jedes Gebet ist ein Anfang und kein Ende. Das Gebet wird für gewöhnlich als etwas Abgeschlossenes verstanden, indes bringt jede Vereinigung mit der Höheren Welt Folgen mit sich. Schon das leise Öffnen der heiligen Tore bringt neue Saiten des Bewusstseins zum Erklingen. Diese Erneuerung kündet nicht von Vergangenem, sondern weist in die Zukunft. Somit ist Gebet das Tor zur Zukunft. An diese schöpferische Kraft sollte gedacht werden. Es ist unzulässig, sich auf die Geste äußerer Gebete zu beschränken, diese Scheinheiligkeit ist die gefährlichste Gotteslästerung. Die Macht durch die Vereinigung mit der Höheren Welt kann nicht bejaht werden, wenn die Urenergie unerkannt bleibt. Deshalb hilft das Wissen über die Feinstoffliche Welt, die Stufe zur Höheren Welt zu errichten. Die Feinstoffliche Welt ist fast zum Laboratoriumsbegriff geworden. Möge man sie auch unterschiedlich benennen, das Ziel des Suchens ist eins. Stören wir die Gelehrten nicht, die sich dem Großen Unbekannten nähern. Uns ist es einerlei, wie sie die Funken des Einen Lichts benennen. Sie werden durch die Annäherung feststellen, dass es so viele Unterteilungen gibt. Von ihrem Standpunkt aus werden sie Recht haben, denn die psychische Energie enthüllt sich entsprechend der Art der Energie des Forschers.

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