AUM, § 236

Obwohl die Höhere Welt unbestechlich ist, versuchen die Menschen immer noch, anstatt sich durch den Gedanken und die Arbeit zu läutern, die Höhere Gnade zu bestechen. In solcher Unwissenheit kommt die völlige Unwilligkeit zum Ausdruck, über die wahre Natur der Welten nachzudenken. Die Geschichte des Gebetes zeigt, dass zuerst Lobgesänge angestimmt, nachher Gebete für alle Wesen gesprochen wurden und der Mensch erst später wagte, Forderungen für sich selbst zu stellen. Es wurden hinreichend Beweise geliefert, dass alles durch Ichsucht Geschaffene für die Evolution wertlos ist. Gunst und Gerechtigkeit können nicht erkauft werden. Ist es nicht beschämend, dass solche Worte ausgesprochen werden müssen?! Man möge sich fragen, ob nicht eine Involution vor sich geht? Das Ende des finsteren Zeitalters kann auch solche Erscheinungen hervorbringen. Es ist auf schreckliche Katastrophen hingewiesen worden, aber was kann schrecklicher sein als eine geistige Katastrophe? Kein Erdbeben kann mit der Zersetzung des Bewusstseins verglichen werden. Alle Kräfte müssen verstärkt werden, um die Menschheit vom Abgrund zurückzuhalten; deshalb ist es unumgänglich, täglich über die Höhere Welt zu meditieren.

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