AUM, § 160

Ihr seid manchmal gleichsam dem Lebensstrom entrückt. Manchmal könnt ihr die Klänge der fernen Welten hören. Manchmal könnt ihr die Luft und den Duft ferner Stätten empfinden – ihr bestätigt unermessliche Erscheinungen inmitten des Alltags. Ihr werdet im Fühlen dieser flüchtigen Berührungen, die veranschaulichen, wie mächtig das menschliche Wesen ist, wahrhaftig nicht irregeführt. Man kann diese Rufe des Raumes nicht erzwingen, sie erreichen nur offene Herzen. Besserwisser bemühen sich aufzuzeigen, dass diese Empfindungen lediglich Autosuggestion seien; jedoch jeder Autosuggestion muss ein gedanklicher Befehl vorausgehen. Ihr aber wisst sehr gut, dass sich solches Gefühlswissen unerwartet einstellt, über die menschlichen Vorstellungen hinaus. Ihr werdet in ferne Länder versetzt, denn Erscheinungen des Geistes haben Lichtgeschwindigkeit. Auf diese Weise kann man allmählich die Bewegungsgeschwindigkeit der Feinstofflichen Welt erkennen.

‹ § 159 · Inhaltsverzeichnis · § 161 ›