Gleichgewicht stellt die Daseinsgrundlage dar. Wann verliert denn der Mensch im irdischen Leben das Gleichgewicht? Wenn er zerrüttet und krank ist, dann wankt er und schreitet, nach allen möglichen Gegenständen greifend, tastend dahin. Geschieht nicht das gleiche, wenn der Mensch geistig krank ist und in seiner Beziehung zur Höheren Welt das Gleichgewicht verliert? Fragt Menschen verschiedenen Glaubens, wie gefestigt ihre Vorstellung über die Höhere Welt ist. Ihr werdet viele ausweichende Antworten erhalten. Viele werden die Antwort überhaupt verweigern und sich unter scheinheiligem Vorwand, über ein solches Thema nicht zu sprechen, verbergen. Andere werden auswendig gelernte Formeln wiederholen, die nicht aus dem Herzen kommen. Eine dritte Gruppe wird behaupten, die Welt sei 2.000 Jahre v. Chr. erschaffen worden. Auf diese Weise könnt ihr, anstatt mit Liebe und Feierlichkeit erfüllte vergeistigte Antworten, Berge trockener Blätter erhalten. Indes sollte das Leben an sich, als Widerspiegelung unsichtbaren Seins, das Bewusstsein des Menschen anregen. Das halbe Leben wird einem mysteriösen Zustand zugesprochen, der von der Wissenschaft nicht geklärt wurde. Darüber hinaus kann jedes feinfühlige Auge und Ohr vieles, was über das tägliche Leben hinausgeht, wahrnehmen. Die Menschen betrachten Gleichgültigkeit und Stumpfheit als Gleichgewicht, aber die Natur selbst gibt einem ein, dass Gleichgewicht Anspannung ist. Betrachtet Anspannung als Annäherung zum Pfad der Enthüllungen.